VfB Westfalia Wetter - HSG Wetter/Grundschöttel III 20:25 (11:14)
Wir begannen im Angriff ein wenig nervös und fingen uns nach Ballverlusten einfache Kontertore ein. Danach stabilisierten wir uns, trafen im Angriff besser und konnten nach zwischenzeitlichem 4:7 Rückstand das Spiel offen gestalten (7 : 7). Je länger das Spiel dauerte, desto deutlicher wurde aber heute unser Problem.
Es hieß Cord Henkel und war auf Seiten der Grundschöttler der alles überragende Mann (nicht nur körperlich). Während wir durchaus ansehnlich im Angriff spielten gestaltete sich das Angriffspiel der Grundschötteler äußerst einfach, aber mit „brutaler“ Effektivität. Ball unter den Arm klemmen, in die Abwehr gehen, Freistoß rausholen, Henkel dahinter und bumm, Tor. So konnten sich die Gäste zur Halbzeit wieder auf 3 Tore absetzen.
Direkt nach Wiederanpfiff hatten wir unsere beste Phase, in der wir auf 14:14 heran kamen aber es leider in den anschließenden Minuten versäumten, der Partie eine Wendung zu geben. Wir ließen einige aussichtsreiche Möglichkeiten ungenutzt und die Grundschöttler setzten (nachdem auch andere Spieler am Angriffsspiel (vergeblich) teilnahmen wieder zunehmend auf Ihre einzige, dafür umso erfolgreichere Waffe. Wir schafften es immerhin in der zweiten Halbzeit einige Male mit der Hand an den Freiwurfgeschossen von Henkel zu sein, mit der Folge, dass mindestens 4 Bälle abgefälscht wurden und dennoch im Tor landeten. Grundschöttel konnte sich so wieder absetzen und bei uns nahm der Frust zu. Auch die Maßnahme, in der Schlussphase fast körperlos zu verteidigen, um Freiwurfchancen zu vermeiden, zeigte keinen Erfolg. Jetzt konnten die anderen Spieler der Gäste nahezu ungestört durch unsere Abwehr marschieren und treffen. So mussten wir uns mit 20:25 geschlagen geben.
Letztlich ein zu hoher Erfolg für die Gäste, die zwar im Angriff limitiert, aber erfolgreich spielten. Wir müssen uns ankreiden lassen, unserer Chancen im Angriff nicht konsequent genutzt zu haben. Die Abwehr stand recht ordentlich, aber Cord Henkel (15 Tore) war für unsere relativ kleingewachsenen Spieler einfach nicht zu verteidigen.
Michael Knöpel, Pressewart des VfB Westfalia Wetter-Wengern